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Chaos Control

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Chaos Control 2005 - 10 Thesen zur Informationsfreiheit

In mehreren Panels werden die fortschreitende Digitalisierung unserer Welt, die dadurch eröffnete Möglichkeit einer restriktiven Handhabung des Zugangs zu elektronisch verfügbaren Daten und Informationen und die Rolle des Staates als Garant der Informationsfreiheit des Einzelnen thematisiert.

Rechtspolitisch besteht heute ein Zielkonflikt: Einerseits sollte nicht nur der Wissenschaft, sondern auch der breiten Öffentlichkeit rasch, barrierefrei und einfach Zugang zu allen relevanten Informationen gewährt werden. Andererseits muss sichergestellt werden, dass die Schöpfer des digitalisierten Wissens nicht mit leeren Händen da stehen. Hier ist ein fairer Ausgleich zu suchen. Der Weg dorthin ist mit zahlreichen rechtlichen, ökonomischen und sozialpolitischen Fragen gepflastert. Folgende Fragen und Problemstellungen dominieren die Debatte und sind Thema der Veranstaltung:

Open Access to Scientific Research: Why and How?
Prof. Dr. Stevan Harnad, University of Southampton, Cognitive Sciences Centre (CSC); Université du Québec à Montréal, Centre de neuroscience de la cognition (CNC)
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Softwarepatente - Freiheit der Innovation vs. Schutz der Investition? Wohin bewegt sich der europäische/nationale Gesetzgeber? Wie ist Technizität in diesem Zusammenhang zu verstehen?
Informationsfreiheitsgesetz - Braucht die Informationsgesellschaft legistische Schützenhilfe? Wo steht Österreich in dieser Debatte? Die Entwicklungen in anderen europäischen Ländern, zB in Deutschland, weisen mögliche Wege.
Creative Commons - Das Ende des geistigen Eigentums oder die letzte Hoffnung für die Wissensgesellschaft? Warum sollte ein wirtschaftlich denkendes Individuum seine Werke frei zur Verfügung stellen?
Digitales Wissen - Die Zukunft der Menschheit und das Dilemma der Archivare: Wann und wie werden die engen rechtlichen Grenzen heute regelmäßig überschritten? Will die Gesellschaft überhaupt digital abgebildet werden – wo macht das Sinn?
Technische Zugangsbeschränkungen – Sind Digital Rights Management Systeme die geeignete Antwort auf Raubkopierer oder läuten sie das Ende der Informationsgesellschaft ein? Sind wir auf dem Weg zu einem fairen Preis in einem Umfeld mit beschränktem Marktzugang? Werden die Konsumenten solche Instrumente akzeptieren (müssen)?

Einen Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung stellt die Präsentation der im Vorfeld entworfenen „Wiener Erklärung zur Informationsfreiheit“ am 15. Juni 2005 dar, welche Bedingungen und Forderungen für einen freien Informationszugang für Bildung, Wissenschaft und Forschung formulieren und transportieren soll. Die Erklärung wird auf der Tagung diskutiert und zur Unterzeichnung aufgelegt werden.

Inhaltlich wird die Tagung in diesem Jahr insbesondere auch von der Zusammenarbeit mit dem Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Donau-Universität Krems profitieren, die erstmals als Mitveranstalter auftreten.

Alle Veranstaltungen im Rahmen von Chaos Control ’05 sind öffentlich und unentgeltlich zugänglich. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!


Im Rückblick: Chaos Control 2000 - 2004

CC 2000 - Das Internet als dunkle Seite des Rechts?

CC 2001 - Soziale, technische, rechtliche Steuerung im Internet

CC 2002 - Technik – Macht – Recht

CC 2003 - SicherheIT: Sicher ist sicher - unsicher?

CC 2004 - Der E-Governator

CC 2005- 10 Thesen zur Informationsfreiheit

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