idee.Der E-Governator Während lange Zeit vor allem privatrechtliche Probleme der Informationsgesellschaft im Blickfeld der Europäischen Union und des österreichischen Gesetzgebers lagen, sind die Schwerpunkte der rechtspolitischen und legistischen Bemühungen derzeit verstärkt in Bereichen der Kommunikation zwischen Bürger und Staat angesiedelt, in dem, was man (wenig trennscharf) mit „E-Government“ bezeichnet. Das E-Government Gesetz, ein Beispiel dieses Trends, trat im März 2004 in Kraft und war bereits im Gesetzgebungsprozess hoch umstritten. Es ist Anlass für die diesjährige Themenstellung von Chaos Control, denn es verlangt nach einer grundsätzlichen rechtswissenschaftlichen Diskussion.. Wo steht Österreich im europäischen und internationalen Vergleich? Welche Effizienzgewinne in der Verwaltung werden bis wann wodurch erwartet? Wie realistisch ist das Konzept der Erreichbarkeit einer bürgernahen Verwaltung durch den verstärkten Einsatz von E-Government-Anwendungen? Inwiefern unterscheidet sich der rechtspolitische Zugang des Bundes von jenem der Länder? Geht Österreich innerhalb Europas einen Sonderweg? Gefährdet E-Government den Datenschutz? All diese - und weitere - Fragen werden von den Personen behandelt werden, die E-Government in Österreich verantwortlich gestalten. Dazu kommen führende deutsche Experten, die den internationalen Vergleich erlauben werden. Dass handfeste Sicherheitsprobleme immer noch und immer drängender – neben den Rechtsfragen – zu lösen sind, werden der Live-Hack eines WLAN sowie die Erfahrungsberichte aus der Öffentlichen Verwaltung zeigen. Inhaltlich wird die Tagung in diesem Jahr noch stärker als in den Vorjahren vom Beitrag der Stadt Wien profitieren, die erstmals als Mitveranstalterin auftritt. Alle Veranstaltungen im Rahmen von Chaos Control '04 sind öffentlich und unentgeltlich zugänglich. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
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